Auszug aus dem D·I·R® JAHRBUCH 2025 · Sonderausgabe
Für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, Patientinnen, Patienten, die Öffentlichkeit
JAHRE 2024/2025
SONDERTHEMAReproCheckSehr geehrte Leserinnen und Leser,
wir freuen uns, Ihnen diese Sonderausgabe als Auszug aus dem großen Jahrbuch 2025 des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)® zur Verfügung zu stellen. Es richtet sich an alle Paare mit einer ungewollten Kinderlosigkeit, an alle Paare, die aktuell in Kinderwunschbehandlung sind und auch allgemein an die Öffentlichkeit.
Diese Sonderausgabe enthält die wichtigsten bundesweiten Zahlen der Kinderwunschbehandlungen in den Mitgliedszentren des Deutschen IVF-Registers. Sie finden hier die Zyklusausgänge des Jahres 2025 und die Schwangerschaftsausgänge der Behandlungszyklen des Jahres 2024.
Inhalt dieser Sonderausgabe
Der Weg zum Wunschkind ist für jedes sechste Paar nicht auf natürlichem Weg möglich, sondern mit medizinischer Hilfe verbunden. Stets aktuelle Zahlen, Daten und die Ergebnisse von Kinderwunschbehandlungen in Deutschland liefert das Deutsche IVF-Register (D·I·R)®, indem es kontinuierlich Behandlungsdaten der Kinderwunschzentren auswertet.
Einmal jährlich gibt das D·I·R® sein großes und umfassendes Jahrbuch heraus. Dies ist sowohl an die Öffentlichkeit als auch an die Reproduktionsmediziner und -biologen gerichtet. Es dient damit den Experten für die eigene Qualitätskontrolle, dem Erfahrungsaustausch und dem Sichtbarmachen von Trends und Verbesserungen. In dieser Sonderausgabe haben wir die wichtigsten Eckdaten und aktuell wichtige Themen auch und speziell für Paare und die allgemeine Öffentlichkeit zusammengefasst, erklärt und kommentiert.
Über das Deutsche IVF-Register (D·I·R)®
Die Öffentlichkeit wünscht Information und Transparenz im Hinblick auf Diagnostik und Behandlungen auf dem sensiblen Gebiet der Kinderwunschmedizin. Nur mit einer zuverlässigen und kontinuierlichen Auswertung der Behandlungsergebnisse möglichst vieler Kinderwunschzentren, wie sie das Deutsche IVF-Register leistet, kann dies erfüllt werden. Darüber hinaus dient diese Auswertung wissenschaftlichen Erkenntnissen und damit verbunden Verbesserungen der medizinischen Versorgung und Ergebnisse. Aber auch bei der Beratung und letztlich der Entscheidungsfindung der ungewollt kinderlosen Paare sind die Auswertungen des Deutschen IVF-Registers von wichtiger Bedeutung.
Das Deutsche IVF-Register (D·I·R)® ist ein gemeinnütziger Verein. Es handelt sich dabei um eine freiwillige Mitgliedschaft, der nahezu alle Kinderwunschzentren in Deutschland angeschlossen sind und die somit unsere wissenschaftlichen Auswertungen, unsere Forschung und den Erfahrungsaustausch unterstützen und tragen. Mit der Auswertung der Behandlungen und ihrer Ergebnisse stellt das D·I·R® einen einzigartigen Datenschatz dar, der mittlerweile knapp 2,8 Millionen Behandlungen / fast 460.000 geborene Kinder in Deutschland enthält.
Wir würden uns freuen, Ihnen mit dieser Sonderausgabe des Jahrbuchs 2025 des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)® Interessantes und Wissenswertes zusammengestellt zu haben.
Ihr D·I·R® Vorstand
Jan-Steffen Krüssel
Andreas Tandler-Schneider
(Vorstandsvorsitzender)
Sascha Tauchert
Inhaltsverzeichnis
- Vorwort2
- Neu! ReproCheck des D·I·R®, das Original: Chancen selbst berechnen3
- Ein oder zwei Embryonen einsetzen? – Neue Erkenntnisse aus dem Deutschen IVF-Register4
- Sonderthema: AMH-Wert und Chancen auf eine Schwangerschaft5
- Sonderthema: Eizellen und Embryonen jung einfrieren6
- Behandlungen 2024 und 20257
- Kurz und knapp – Die Jahre 2024 und 2025 im Deutschen IVF-Register (D·I·R)®8
- Kurzüberblick der wichtigsten Ergebnisse für die Öffentlichkeit9
- Schwangerschaftsraten und Schwangerschaftsverläufe in Abhängigkeit vom Alter der Frau 202410
- Schwangerschaften kumulativ 2020–202411
- Geborene Kinder 1997–202412
- Mitgliedszentren des Deutschen IVF-Registers13
- Autoren, Verantwortliche, Impressum14
- Häufige Fragenonline
- Glossaronline
Das vollständige D·I·R® Jahrbuch 2025 finden Sie hier: www.deutsches-ivf-register.de/jahrbuch.php
NEUReproCheck des D·I·R®, das Original: Chancen selbst berechnen
Der im Mai 2026 gestartete Online-Rechner ReproCheck des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)® ermöglicht Paaren, ihre individuellen Erfolgsaussichten auf Schwangerschaft und Geburt auf Basis hochwertiger Registerdaten eigenständig einzuschätzen.
ReproCheck: Individuelle Prognosen auf Knopfdruck! „Wie hoch sind meine Chancen?“ – eine häufige und zentrale Frage rund um die Kinderwunschbehandlung. Der ReproCheck ermöglicht es Menschen mit Kinderwunsch, sich anhand einfacher Eingaben selbst ein erstes, aber durchaus realistisches Bild ihrer individuellen Erfolgsaussichten zu machen. Alter, Vorgeschichte und mögliche Behandlungsart reichen aus, um mit wenigen Klicks die eigenen Chancen auf eine Schwangerschaft und Geburt im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung besser zu verstehen.
Der ReproCheck richtet sich an Paare vor und während einer Behandlung. Die ärztliche Beratung kann es hingegen nicht ersetzen: Dazu ist die Ausgangslage für eine Behandlung eines unerfüllten Kinderwunsches – und damit auch die Chancen auf Schwangerschaft und Geburt – stets zu individuell und zu stark von der jeweiligen Patientin sowie dem Paar abhängig, um es im ReproCheck darstellen zu können. Aber es stärkt die informierte Entscheidungsfindung in einer sensiblen Lebensphase. Für viele Betroffene bietet der ReproCheck eine wertvolle Orientierung in einer emotional herausfordernden Lebensphase. Es hilft, Erwartungen einzuordnen, Gespräche mit behandelnden Ärztinnen und Ärzten vorzubereiten und individuelle Entscheidungen fundierter und gemeinsam zu treffen. Der Chancenrechner ReproCheck ersetzt somit keine medizinische Beratung, sondern versteht sich als ergänzendes Informationsangebot.


Die Aussagekraft des ReproChecks basiert auf einer außergewöhnlich hochwertigen Datengrundlage. Über 600.000 Behandlungen aus den Jahren 2020 bis 2024, erfasst in nahezu allen deutschen Kinderwunschzentren, fließen in die Berechnungen ein. Diese systematisch erhobenen und qualitätsgesicherten Registerdaten sind verlässlich und repräsentativ für die tatsächliche Versorgungssituation in Deutschland. Der ReproCheck gibt Paaren ein Instrument an die Hand, mit dem sie erstmals selbst ihre Chancen realistisch und auf wissenschaftlicher Basis einschätzen können. Seine Stärke liegt in der Qualität und Breite der Daten aus dem Deutschen IVF-Register, sie machen die Ergebnisse belastbar und alltagsnah.
Mehr Klarheit beim Kinderwunsch
Wie das konkret aussehen kann, zeigt ein typisches Beispiel: Eine 35-jährige Frau, die eine IVF-Behandlung plant, erhält auf Basis vergleichbarer Fälle eine differenzierte Einschätzung ihrer Schwangerschafts- und Geburtenchancen, inklusive der Spannbreite möglicher Verläufe. Denn: Gerade für Patientinnen um die Mitte 30 ist es wichtig zu verstehen, wie sich individuelle Faktoren auf die Erfolgsaussichten auswirken – oder auch, wie sich die Chancen sukzessive verschlechtern, wenn noch ein paar Lebensjahre gewartet werden würden. Der ReproCheck kann helfen, Erwartungen zu justieren und Gespräche mit Ärztinnen und Ärzten gezielter zu führen.
Der ReproCheck ist frei zugänglich, kostenlos und benutzerfreundlich gestaltet. Klare Strukturen und verständliche Darstellungen erleichtern den Zugang auch für medizinische Laien. Komplexe Inhalte sind nachvollziehbar aufbereitet. Die Abfragen werden nicht gespeichert und bleiben stets anonym.
Mit diesem Angebot setzt das Deutsche IVF-Register einen wichtigen Impuls für mehr Transparenz und Patientenorientierung in der Reproduktionsmedizin – und entwickelt bereits die nächste Generation!
Zum ReproCheck – Chancen selbst berechnenEin oder zwei Embryonen einsetzen? – Neue Erkenntnisse aus dem Deutschen IVF-Register
Viele Paare hoffen, ihre Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, wenn bei einer IVF-Behandlung zwei Embryonen gleichzeitig in die Gebärmutter eingesetzt werden. Dahinter steht die verständliche Überlegung: Wenn zwei Embryonen übertragen werden, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich mindestens einer einnistet. Gleichzeitig steigt jedoch auch das Risiko, dass sich beide Embryonen entwickeln und eine Zwillingsschwangerschaft entsteht. Genau diese Frage wurde jetzt anhand der Daten des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)® genauer untersucht. Zusätzlich wurden die Ergebnisse in einem begleitenden Editorial von Prof. Heribert Kentenich eingeordnet.
Für die Studie wurden die Daten von mehr als 22.000 Frauen ausgewertet, die zwischen 2017 und 2022 in 133 deutschen Kinderwunschzentren behandelt wurden. Berücksichtigt wurden nur Frauen, bei denen am Tag des Embryotransfers zwei gut entwickelte Blastozysten zur Verfügung standen. Verglichen wurden zwei unterschiedliche Behandlungsstrategien: Entweder wurden beide Embryonen gleichzeitig übertragen (Double Embryo Transfer, DET) oder zunächst nur ein Embryo eingesetzt und – falls daraus keine Geburt entstand – der zweite, zuvor eingefrorene Embryo zu einem späteren Zeitpunkt übertragen (zwei aufeinanderfolgende Single Embryo Transfers, SET + SET).
Die Ergebnisse zeigen zunächst, dass nach einem gleichzeitigen Transfer von zwei Embryonen etwas häufiger sofort eine Schwangerschaft entsteht als nach einem einzelnen Embryotransfer. Betrachtet man jedoch die gesamte Behandlung einschließlich des späteren Transfers des eingefrorenen Embryos, erreichten sogar etwas mehr Frauen nach zwei aufeinanderfolgenden Einzeltransfers eine Lebendgeburt als nach einem einmaligen Transfer von zwei Embryonen. Mit anderen Worten: Geduld kann sich auszahlen.
Der wichtigste Unterschied zeigte sich jedoch bei der Sicherheit für Mutter und Kind. Nach dem Transfer von zwei Embryonen kam es wesentlich häufiger zu Zwillingsschwangerschaften. Etwa jede dritte Geburt nach einem Double Embryo Transfer war eine Mehrlingsgeburt, während dies nach zwei aufeinanderfolgenden Einzeltransfers nur sehr selten vorkam. Zwillingsschwangerschaften sind jedoch mit deutlich höheren Risiken verbunden. Die Kinder werden wesentlich häufiger zu früh geboren, haben bei der Geburt ein geringeres Gewicht und benötigen häufiger eine intensivmedizinische Betreuung. Auch für die Mutter steigt das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen wie Bluthochdruck oder Präeklampsie. Genau diese Unterschiede konnten in der Registeranalyse eindrucksvoll bestätigt werden: Frühgeburten traten nach dem Transfer von zwei Embryonen mehr als doppelt so häufig auf wie nach zwei Einzeltransfers.
Im begleitenden Editorial betont Prof. Kentenich deshalb, dass das Ziel einer modernen Kinderwunschbehandlung nicht nur eine Schwangerschaft, sondern vor allem die Geburt eines gesunden Kindes sein sollte. Die Studie zeigt, dass dieses Ziel häufig besser erreicht werden kann, wenn jeweils nur ein Embryo übertragen wird. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland diese Strategie bislang nicht immer optimal unterstützen und deshalb weiterentwickelt werden sollten.
Die Ergebnisse dieser großen Registerstudie machen deutlich, dass ein einzelner Embryotransfer mit der Möglichkeit eines späteren Transfers des eingefrorenen zweiten Embryos für viele Paare eine sehr gute Option sein kann. Die Chancen auf ein gesundes Kind bleiben hoch, während das Risiko für Zwillingsschwangerschaften und damit verbundene Komplikationen deutlich sinkt. Für viele Paare bedeutet dies: Nicht die schnellste Schwangerschaft, sondern die sicherste Geburt sollte das gemeinsame Ziel einer Kinderwunschbehandlung sein.
SET + SET versus DET: Kennzahlen im Vergleich
- DET (zwei Embryonen gleichzeitig)
- SET bzw. SET + SET
Sonderthema: AMH-Wert und Chancen auf eine Schwangerschaft
Kurzfassung für Patientinnen, Paare und die Öffentlichkeit
Je höher der AMH-Wert, desto besser stehen die Chancen auf eine Schwangerschaft. Aber auch bei sehr niedrigem Wert wird noch etwa jede fünfte Frau nach einem Embryotransfer schwanger.
Worum es geht
Das Anti-Müller-Hormon (AMH) wird im Blut gemessen. Es zeigt, wie viele Eizellen in den Eierstöcken noch vorhanden sind (die sogenannte Eizellreserve). Ärztinnen und Ärzte nutzen den Wert, um die Erfolgsaussichten einer Kinderwunschbehandlung einzuschätzen und die hormonelle Stimulation zu planen. Das D·I·R® hat dafür knapp 110.000 Behandlungen mit Eizellentnahme aus den Jahren 2024 und 2025 ausgewertet; bei 83.849 davon lag ein AMH-Wert vor.
Schwangerschaften pro Embryotransfer nach AMH-Wert
- AMH-Wert in ng/ml
- Durchschnitt aller Frauen (30,8 %)
Klinische Schwangerschaft = im Ultraschall bestätigte Schwangerschaft. Frischzyklen 2024 und 2025.
Mit sinkendem AMH-Wert werden auch weniger Eizellen gewonnen: im Durchschnitt 2,5 beim niedrigsten Wert und 11,6 beim höchsten. Beim niedrigsten Wert kommt es nur in 69 % der Behandlungen überhaupt zu einem Embryotransfer, im Durchschnitt aller Frauen in 87 %. Frauen mit niedrigem AMH-Wert waren im Schnitt älter (rund 38 Jahre) als Frauen mit hohem Wert (rund 33 Jahre).
Niedriger AMH-Wert: Das Alter macht den Unterschied
Frauen mit einem AMH-Wert unter 1 ng/ml wurden zusätzlich nach Alter betrachtet. Schwangerschaften pro Embryotransfer:
Nachschlagen: Alter und AMH-Wert wählen
| Alter | AMH unter 0,25 | AMH 0,25 bis 0,50 | AMH über 0,50 bis 0,99 |
|---|---|---|---|
| unter 30 Jahre | 22 % | 34 % | 35 % |
| 30 bis 34 Jahre | 28 % | 31 % | 34 % |
| 35 bis 39 Jahre | 25 % | 26 % | 27 % |
| 40 Jahre und älter | 11 % | 13 % | 16 % |
Bis Mitte 30 sind die Chancen also auch bei niedrigem AMH-Wert recht gut. Ab 40 sinken sie deutlich, liegen aber selbst beim niedrigsten Wert noch bei gut 11 % pro Transfer. Bei den jüngsten Frauen mit sehr niedrigem Wert gab es nur wenige Behandlungen; diese Zahlen sind unsicherer.
Was das für Sie bedeutet
- Ein niedriger AMH-Wert ist kein Ausschlussgrund für eine Kinderwunschbehandlung. Er bedeutet vor allem: weniger Eizellen und häufiger kein Embryotransfer.
- Das Alter spielt mindestens eine ebenso große Rolle wie der AMH-Wert.
- Die Zahlen sind Durchschnittswerte. Ihre persönlichen Chancen besprechen Sie am besten in Ihrem Kinderwunschzentrum.
Einschränkung: Labore messen den AMH-Wert mit unterschiedlichen Verfahren; die Werte sind daher nicht ganz exakt vergleichbar. Die Zahlen sind Durchschnittswerte und ersetzen keine persönliche Beratung im Kinderwunschzentrum.
Quelle: D·I·R® Jahrbuch 2025, Sonderauswertung „Ergebnisse bei Frischzyklen nach Alter der Patientin und AMH-Werten“, S. 13–14 (Dr. med. Andreas Tandler-Schneider, Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel, Dr. med. Sascha Tauchert).
Sonderthema: Eizellen und Embryonen jung einfrieren
Kurzfassung für Patientinnen, Paare und die Öffentlichkeit
Wer Eizellen oder Embryonen in jüngeren Jahren einfriert und später verwendet, hat ab Mitte 30 deutlich bessere Chancen auf ein Kind als mit einer Behandlung im höheren Alter.
Worum es geht
Mit dem Alter der Frau sinken die Chancen pro Behandlung, und der Aufwand bis zur Geburt eines Kindes steigt stark. Rechnerisch sind im Durchschnitt nötig:
Aufwand bis zur Geburt eines Kindes
- Behandlungen mit Hormonstimulation
- Embryotransfers
Als Tabelle anzeigen
| Alter | Behandlungen mit Hormonstimulation | Embryotransfers |
|---|---|---|
| ≤ 34 Jahre | rund 4,5 | rund 3,3 |
| 35 bis 39 Jahre | 6,5 | 4,6 |
| 41 Jahre | 14,2 | 9,3 |
| 43 Jahre | 34,7 | 20,8 |
Das D·I·R® hat deshalb erstmals untersucht, wie erfolgreich Behandlungen mit Embryonen sind, die in jüngeren Jahren gewonnen und eingefroren wurden. Grundlage: über 430.000 Embryotransfers aus 2020 bis 2024.
Geburten pro Embryotransfer
- Frischzyklus (Eizellen im selben Zyklus gewonnen)
- Embryonen eingefroren mit 30–34 Jahren
- Embryonen eingefroren mit 35–39 Jahren
Besonders groß ist der Unterschied ab 40: Mit Embryonen aus jüngeren Jahren endet ein Transfer zwei- bis dreimal so oft mit einer Geburt. Auch Fehlgeburten sind seltener: Ab 40 enden im Frischzyklus 43 % der Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt, mit Embryonen aus dem Alter von 30 bis 34 Jahren nur 19 %. Beispiel: Eine 39-Jährige hat im Frischzyklus 16,8 % Geburtenchance pro Transfer, mit Embryonen aus ihrem 31. Lebensjahr 27,7 %. Unter 35 Jahren ist der Unterschied gering, weil die Chancen im Frischzyklus noch hoch sind.
Fehlgeburten ab 40 – Frischzyklus
der Schwangerschaften
Fehlgeburten ab 40 – Embryonen aus 30–34 J.
der Schwangerschaften
Beispiel: 39-Jährige, Geburtenchance pro Transfer
Frischzyklus → Embryonen aus dem 31. Lebensjahr
Lange Lagerung und unbefruchtete Eizellen
Lange Lagerung schadet nicht. Auch nach im Schnitt rund 3,7 Jahren im Tiefkühlspeicher bleibt der Vorteil erhalten: Frauen ab 40 mit Embryonen aus dem Alter von 30 bis 34 Jahren erreichten 29 % Geburten pro Transfer, im Frischzyklus waren es 9 %.
Unbefruchtete Eizellen werden zum Beispiel bei der vorsorglichen Eizell-Kryokonservierung („Social Freezing“) eingefroren und erst nach dem Auftauen befruchtet. Hier sind die Erfolgsraten derzeit noch niedriger. Ab 40 zeigt sich trotzdem ein Vorteil: 21 % Geburten pro Transfer mit Eizellen aus dem Alter von 30 bis 34 Jahren gegenüber 9 % im Frischzyklus. Diese Zahlen beruhen allerdings auf nur wenigen Hundert Behandlungen.
Was das für Sie bedeutet
- Für die Chancen zählt vor allem das Alter, in dem die Eizellen gewonnen wurden.
- Bleiben bei einer Behandlung zusätzliche befruchtete Eizellen oder Embryonen übrig, lohnt es sich, sie einzufrieren.
- Bevor Sie eingefrorene Embryonen verwerfen lassen, bedenken Sie: Damit sinken die Chancen auf ein späteres oder weiteres Kind.
Einschränkungen: Frauen, die Embryonen aus jüngeren Jahren verwenden, sind beim Transfer im Schnitt etwas jünger als die Vergleichsgruppe im Frischzyklus. Für einen Vergleich exakt gleich alter Frauen gibt es noch zu wenige Fälle. Die Zahlen sind Durchschnittswerte und ersetzen keine persönliche Beratung im Kinderwunschzentrum.
Quelle: D·I·R® Jahrbuch 2025, Sonderauswertung „Kryokonservierung in jungen Jahren“, S. 15–17 (Dr. med. Sylvia Bartnitzky, Dr. med. Ute Czeromin, Dr. med. Andreas Tandler-Schneider, Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel, Dr. med. Sascha Tauchert).
Behandlungen 2024 und 2025
Stichtag der Daten: 28.04.2026
Mitgliedszentren des Deutschen IVF-Registers 2025
Registerteilnehmer D·I·R® Jahrbuch 2025
Jahrbuch 2024: 139−1
Dokumentierte Behandlungszyklen 2025
2024: 134.281+4,2 %
Anzahl der behandelten Frauen 2025
2024: 68.890+4,0 %
Behandlungszyklen/Frau (Mittelwert) 2025
2024: 1,9
Kurz und knapp – Die Jahre 2024 und 2025 im Deutschen IVF-Register (D·I·R)®
138 von 141 Mitgliedszentren des Deutschen IVF-Registers exportierten ihre Daten aus den Jahren 2024 und 2025 zum Stichtag. Ein neues Zentrum war noch zu jung, um integriert werden zu können, in Kooperation mit zwei Zentren konnte der Export nicht rechtzeitig fertiggestellt werden. Die Anzahl der plausiblen Behandlungszyklen lag 2025 bei 136.770 Zyklen. Eine Behandlung zur Eizell-Entnahme startete in 61,1 % der Zyklen, der Anteil an Behandlungszyklen mit zuvor eingefrorenen Eizellen betrug 38,9 %. Der Anteil an Kryozyklen war damit weiterhin steigend.
Erfolgsraten: Frisch- und Kryozyklen gleichauf
Die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer im Frischzyklus lag im Jahr 2025 bei 30,2 %, im Kryozyklus lag diese pro Embryotransfer bei 31,5 %. Die Geburtenraten pro Embryotransfer betrugen 2024 im Frischzyklus 22,3 %, im Kryozyklus 22,7 %.
Trotz der zunehmenden Verbreitung des Transfers von häufig nur einem Embryo (Single-Embryo-Transfer) zur Vermeidung von höhergradigen Mehrlingsschwangerschaften ist besonders die Steigerung der Schwangerschaftsrate in Kryozyklen bemerkenswert. Im Jahr 2017 betrug die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer 26,2 %, im Jahr 2025 31,5 %.
Schwangerschaften pro Embryotransfer 2025
Geburten pro Embryotransfer 2024
Kryozyklen: Schwangerschaften pro Transfer
Das Alter entscheidet
Beachtenswert ist die Altersabhängigkeit von Schwangerschafts- und Geburtenraten (Frisch- und Auftauzyklen zusammen). Haben Frauen in der Altersgruppe von 30–34 Jahren pro Embryotransfer eine Schwangerschaftschance von 39,0 % und eine Geburtenrate von 31,1 % zu erwarten, sinkt in der Altersgruppe von 41–44 Jahren die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer auf 16,9 % und die Geburtenrate auf 8,9 %.
Pro Embryotransfer, Frisch- und Auftauzyklen
Schwangerschaften
Geburten
Deutlich weniger Mehrlinge – dank Single-Embryo-Transfer
Erfreulich ist die kontinuierliche Abnahme der Mehrlingsgeburten. Zwischen den Jahren 2017 und 2024 konnten sie in Frischzyklen um 15,3 und in Auftauzyklen um gut 10 Prozentpunkte gesenkt werden! Die Mehrlingsrate 2024 betrug in Frischzyklen 6,7 %, in Kryozyklen 5,1 % – in 2017 waren es in Frischzyklen noch 22,0 %, in Kryozyklen 15,4 %.
In allen Behandlungszyklen, in welchen die Prognose für einen erfolgreichen Behandlungsverlauf gut ist, kommt der Single-Embryo-Transfer zunehmend zum Einsatz. Die Schwangerschaftsraten sind bei dem Transfer eines einzelnen Embryos trotz guter Prognose zwar geringfügig niedriger, die Mehrlingsraten steigen bei Transfer von zwei Embryonen in dieser Patientengruppe allerdings dramatisch und damit auch die Rate an Schwangerschaftskomplikationen und Frühgeburten.
Mehrlingsrate 2017 → 2024
Einfrieren lohnt sich
Bedeutungsvoll ist die kumulative Geburtenrate nach mehreren Transfers nach nur einer Eizellgewinnung, wenn die Chance auf Kryokonservierung bestand und genutzt wurde. Bereits nach einem Frischtransfer und zwei Kryotransfers können mehr als die Hälfte der Paare sich über die Geburt eines Kindes freuen, obwohl nur ein frischer Behandlungszyklus durchgeführt wurde.
Sicherheit für Mutter und Kind
Inzwischen wurden 457.280 Kinder nach In-vitro-Fertilisationszyklen geboren. Dies entspricht den summierten Einwohnerzahlen der beiden Städte Krefeld und Halle (Saale). Der Anteil der Frühgeburten (Geburt vor Ende der 37. SSW) bei Einlingen lag im Jahr 2024 bei 17,0 %, bei Zwillingen bei 87,8 %, bei Drillingen bei 100 %!
Fortpflanzungsmedizinische Techniken sind sicher – das Risiko von Überstimulationen als Folge der Hormontherapie lag bei 0,3 %, Komplikationen der Eizellentnahme wie z. B. Blutungen lagen bei 0,6 %.
Frühgeburten 2024 (vor Ende der 37. SSW)
Risiken der Behandlung
Unsere Empfehlungen bei unerfülltem Kinderwunsch:
- Bleiben Sie zuversichtlich! Lassen Sie sich in einem Kinderwunschzentrum beraten und entscheiden Sie dann. Wählen Sie ein Zentrum, das Mitglied im D·I·R® ist und diese Jahrbücher möglich macht.
- Warten Sie nicht zu lange: Die Chancen für eine erfolgreiche Behandlung sind altersabhängig.
- Nutzen Sie die Vorteile des Einzelembryotransfers, der Blastozystenkultur und der Kryokonservierung. Diese Strategien maximieren die Sicherheit und erhalten gleichzeitig die kumulativen Erfolgsraten. Die Kryokonservierung stellt sicher, dass kein lebensfähiger Embryo verloren geht, und bietet – mit vergleichsweise geringem Aufwand – zusätzliche Chancen auf eine Schwangerschaft für ein erstes, zweites oder sogar drittes Kind.
Kurzüberblick der wichtigsten Ergebnisse für die Öffentlichkeit
Auch in diesem Jahr zeigen wir auf den nächsten Seiten die wichtigsten Ergebnisse im Rahmen eines kurzen Überblicks. Die erste Auswertung zeigt die Ergebnisse der durchgeführten Behandlungen des Jahres 2024 bis hin zur Geburt. Die zweite Auswertung auf Seite 10 zeigt die altersabhängige Entwicklung sowohl der Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer als auch der Geburten und der Aborte (Fehlgeburten). Die dritte Seite (Seite 11) widmen wir der kumulativen Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer. Dies unabhängig davon, ob es sich um einen frischen Embryotransfer oder einen Auftauzyklus handelt. Die kumulative Schwangerschaftsrate liegt nach vier Transfers bei über 70 %.
Zusammenfassung der Kurzstatistik 2024 – Stand 28.04.2026
für IVF, ICSI und IVF/ICSI – prospektive und retrospektive Daten
Ausgang der klinischen Schwangerschaften
Geburtenrate pro Transfer
Anteile Mehrlingsgeburten
2024 wurden in Deutschland 66.742 frische Zyklen zur Gewinnung von Eizellen und zur Behandlung derselben durchgeführt. Das sind 140 Zyklen mehr als 2023.
In 79,3 % der Fälle kam es zu einem Embryotransfer mit bekanntem Zyklusausgang.
Die Geburtenrate pro Transfer war 2024 mit 22,3 % fast identisch zu 2023 und das bei weiterhin deutlich gesunkener Mehrlingsrate. Dies ist als Erfolg der Single-Embryo-Transfer-Strategie anzusehen.
Während 2023 noch 1.017 Zwillingsgeburten entstanden (9,1 %), ist diese Zahl 2024 auf 727 Zwillingsgeburten gesunken (6,6 % aller Geburten)!
Mittlerweile sind 93,2 % der Geburten Einlingsgeburten. Auch wenn die Mehrlingsrate mit insgesamt 6,7 % deutlich geringer geworden ist, ist sie im europäischen Vergleich noch leicht erhöht. Skandinavische Länder oder die Niederlande haben Mehrlingsgeburten im natürlichen Bereich von unter 5 %. Dennoch freuen wir uns in Deutschland über den stark fallenden Trend zu Mehrlingen mit ihrem erhöhten Frühgeburtsrisiko von über 80 %.
Schwangerschaftsraten und Schwangerschaftsverläufe in Abhängigkeit vom Alter der Frau 2024
Prospektive Daten · IVF, ICSI, IVF/ICSI 2024
IVF, ICSI, IVF/ICSI 2024 nach Alter der Frau
Schwangerschafts-, Abort- und Geburtenraten: Die dargestellten 95-%-Konfidenzintervalle (graue Box bzw. Fehlerbalken) zeigen, wie genau die jeweilige Rate auf Basis der vorliegenden Daten geschätzt werden kann.
Alle Werte als Tabelle anzeigen
| Alter in Jahren | Embryotransfers (n) | Klin. SS (n) | Klin. SS/ET (%) 95-%-KI | Aborte (n) | Aborte/klin. SS (%) 95-%-KI | Geburten (n) | Geburten/ET (%) 95-%-KI |
|---|
In dieser Grafik stellen wir die Entwicklung der Schwangerschaftsrate, der Geburtenrate und der Abortrate in Abhängigkeit des Alters dar. Die Statistik bezieht sich ausschließlich auf Frischzyklen und fasst IVF und ICSI zusammen. Schwangerschafts- und Geburtenrate sind pro Embryotransfer berechnet.
Bis zum 31. Lebensjahr bleibt die Schwangerschaftsrate über 39 %. Die Geburten wiederum sind bis zum 35. Lebensjahr bei über 25 % pro Embryotransfer anzusiedeln. Dies ist für die Beratung und die Einschätzung der jeweiligen Chancen aus unserer Sicht sehr bedeutend.
Auch die Fehlgeburten (Aborte) sollten in die Beratung altersabhängig einfließen: Liegen sie bei Frauen bis zum 35. Lebensjahr deutlich unter 20 % pro Schwangerschaft, steigen sie mit 40 Jahren auf 37,1 % und gehen bei Patientinnen ab 45 Jahren sogar auf über 66 %.
Demnach hat beispielsweise eine 35-jährige Patientin eine Schwangerschaftsrate von 35,2 % und eine Geburtenrate von 27,2 %.
Ab 40 Jahren sinken Schwangerschafts- und Geburtenraten jährlich deutlich ab. Hier hat jedes Lebensjahr großen Einfluss. Patientinnen, die 45 oder älter sind, hatten nach insgesamt 455 Transfers lediglich 21 Schwangerschaften (4,7 %) und insgesamt wurden nur sechs Geburten (1,3 % pro Transfer) in dieser Altersgruppe im gesamten Jahr 2024 dokumentiert!
Für die Beratung ist es daher ungemein wichtig, dass die Kinderwunsch-Behandlung zeitnah stattfinden sollte, insbesondere in der Gruppe der Patientinnen ab 35 Jahren, in der sich die meisten unserer Patientinnen befinden.
Schwangerschaften kumulativ 2020–2024
Prospektive Daten
Kumulative Schwangerschaftsraten
Balken antippen| 2020–2024 gesamt | Anzahl Transfers in Frischzyklen | Klin. SS Frischzyklen | Klin. SS/ET Frischzyklen in % | Anzahl Transfers in Kryozyklen | Klin. SS Kryozyklen | Klin. SS/ET Kryozyklen in % | Kum. klin. SS | Kumulative Schwangerschaftsraten in % |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Transfer | 130.660 | 44.051 | 33,7 | 28.993 | 10.129 | 34,9 | 54.180 | 33,9 |
| 2. Transfer | 43.275 | 12.747 | 29,5 | 58.697 | 18.733 | 31,9 | 85.660 | 53,7 |
| 3. Transfer | 23.903 | 6.892 | 28,8 | 35.670 | 11.034 | 30,9 | 103.586 | 64,9 |
| 4. Transfer | 12.480 | 3.536 | 28,3 | 20.335 | 5.928 | 29,2 | 113.050 | 70,8 |
| mehr als 4 Transfers | 14.031 | 3.596 | 25,6 | 26.462 | 7.015 | 26,5 | 123.661 | 77,5 |
Nachverfolgung der klinischen Schwangerschaften bis 31.12.2025. Es wurde hier nicht unterschieden, in welcher Reihenfolge ab dem zweiten Transfer eine Patientin Frisch- oder Auftauzyklen durchlief.
Wichtig für die Beratung und die Einschätzung der Chancen ist nicht nur die Schwangerschafts- und Geburtenrate pro Behandlung beziehungsweise pro Embryotransfer, sondern auch die Schwangerschaftsrate über mehrere Zyklen. Dies gilt insbesondere in den Zeiten des Single-Embryo-Transfers und der verbesserten Ergebnisse des Einfrierens mittels Vitrifikation.
Aus diesen Gründen haben wir die Schwangerschaftsraten pro Transfer kumulativ berechnet, unabhängig davon, ob es sich um einen zweiten frischen Zyklus oder einen Auftauzyklus (Kryotransfer) handelt.
Bereits nach zwei Embryotransfers sind 53,7 % unserer Patientinnen schwanger. Nach drei Transfers sind dies mehr als sechs von zehn und nach vier Transfers bereits mehr als zwei Drittel aller Kinderwunschpatientinnen.
Ebenfalls in diese Betrachtung eingeschlossen sind die Zyklen, in denen der erste Embryotransfer nicht frisch, sondern nach Auftau stattfand. Dies zum Beispiel, wenn ein Embryotransfer im Frischzyklus aus medizinischen Gründen nicht durchgeführt werden konnte. Immerhin 28.993 erste Embryotransfers erfolgten nach Auftau. Die Schwangerschaftsrate war sogar etwas höher als im frischen Zyklus (34,9 % versus 33,7 %).
Eine kumulative Schwangerschaftsrate ist in erster Linie durch Kryokonservierung und anschließende Transfers nach Auftauen zu erreichen, ohne dass eine weitere Stimulation und Punktion der Eizellen notwendig wird.
Nach wie vor gehören in Deutschland weder die Kryokonservierung noch der anschließende Transfer zu den von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Regelleistungen. Dies hindert manche, die Chancen des Einfrierens und Auftauens in Anspruch zu nehmen. Andererseits wird die Kryokonservierung zunehmend öfter angewendet, da die Chancen mindestens gleich hoch sind und der Aufwand ungemein geringer ist.
Fazit: So traurig ein negativer Schwangerschaftstest nach einem Transfer ist: die Tatsache, dass nach vier Transfers inklusive Kryokonservierung mehr als zwei Drittel der Patientinnen schwanger sind, sollte Mut machen und ist für die Beratung immens wichtig.
Geborene Kinder 1997–2024
Prospektive und retrospektive Daten · Gesamt (IVF, ICSI, IVF/ICSI, Auftauzyklen)
Einlinge 2024
1997: 58,7 %
Mehrlinge 2024 (Zwillinge, Drillinge, Vierlinge)
1997: 41,3 %
Warum es heute viel weniger Mehrlinge gibt – und warum das gut ist
Woher die Entwicklung kommt: Früher wurden häufig zwei oder drei Embryonen gleichzeitig eingesetzt, um die Chance auf eine Schwangerschaft zu erhöhen. Heute setzen die Kinderwunschzentren bei guter Prognose zunehmend nur noch einen Embryo ein (Single-Embryo-Transfer). Möglich machen das zwei Fortschritte: Mit der Blastozystenkultur lässt sich ein entwicklungsfähiger Embryo besser auswählen, und dank moderner Kryokonservierung gehen weitere Embryonen nicht verloren – sie werden eingefroren und können später übertragen werden.
Die Chancen auf ein Kind bleiben dabei hoch: In einer großen Registerstudie kamen nach zwei aufeinanderfolgenden Einzeltransfers sogar etwas mehr Kinder zur Welt als nach dem gleichzeitigen Transfer von zwei Embryonen (45,6 % gegenüber 38,4 %). Mehr zur Studie
Warum das sehr gut ist: Mehrlingsschwangerschaften sind für Mutter und Kind deutlich riskanter. 2024 kamen 87,8 % der Zwillinge und alle Drillinge zu früh zur Welt (vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche) – bei Einlingen waren es 17,0 %. Frühgeborene Kinder haben häufiger ein geringes Geburtsgewicht und brauchen öfter intensivmedizinische Betreuung. Für die Mutter steigt das Risiko für Komplikationen wie Bluthochdruck oder Präeklampsie.
Jede vermiedene Mehrlingsschwangerschaft bedeutet also mehr Sicherheit – ganz im Sinne des Leitgedankens des D·I·R®: Erfolg ist die Entstehung einer Einlingsschwangerschaft mit gesunder Mutter und gesundem Kind.
Geborene Kinder pro Jahr nach Mehrlingsstatus
- Einlinge
- Zwillinge
- Drillinge
- Vierlinge
Tabelle aller Jahrgänge anzeigen
| Jahr | Einlinge | Zwillinge | Drillinge | Vierlinge | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| n | % | n | % | n | % | n | % | n | |
Mitgliedszentren des Deutschen IVF-Registers (D·I·R)®

Nahezu alle Kinderwunschzentren in Deutschland sind Mitglied und damit auch Unterstützer des Deutschen IVF-Registers. Auf unserer Webseite finden Sie als PDF-Download oder als direkte Suche alle Kinderwunschzentren, die Mitglied im Deutschen IVF-Register sind.
Mitgliedszentrum in Ihrer Nähe findenD·I·R® Zertifikat und D·I·R® Signet 2026/2027

Ein Kinderwunschzentrum, das Mitglied im Deutschen IVF-Register ist, erkennen Sie auch daran, dass es über ein aktuelles D·I·R® Zertifikat und ein D·I·R® Signet verfügt.

Autoren, Verantwortliche, Impressum
Deutsches IVF-Register e.V. (D·I·R)®
Vorstandsvorsitzender
Dr. med. Andreas Tandler-Schneider
Vorstand
Dr. med. Andreas Tandler-Schneider
Prof. Dr. med. Jan-Steffen Krüssel
Dr. med. Sascha Tauchert
Kuratorium
Dr. med. Sylvia Bartnitzky
Dipl.-Biol. Verona Blumenauer
Dr. med. Ute Czeromin (kooptiertes Mitglied)
Dr. med. Daniel Fehr
Dr. med. Christoph Grewe (kooptiertes Mitglied)
Prof. Dr. med. Markus S. Kupka
Prof. Dr. med. Nicole Sänger
D·I·R® Geschäftsstelle und D·I·R® Datenmanagement
Markus Kimmel · Kimmelnet
Lise-Meitner-Straße 14 · 40591 Düsseldorf
Tel.: +49 (0)211 913 84 800
E-Mail: geschaeftsstelle@deutsches-ivf-register.de
www.deutsches-ivf-register.de
Graphik und Layout
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E-Mail: hello@uandmi.de
Copyright Deutsches IVF-Register (D·I·R)® 2026
Online-Ergänzung
Wissen rund um die Kinderwunschbehandlung
Antworten auf häufige Fragen und die wichtigsten Begriffe aus dieser Sonderausgabe – kurz erklärt.
Häufige Fragen
Kurz beantwortet auf Basis der Registerdaten
Grundlagen
Was ist das Deutsche IVF-Register (D·I·R)®?
Das D·I·R® ist ein gemeinnütziger Verein, in dem nahezu alle Kinderwunschzentren in Deutschland freiwillig Mitglied sind. Es wertet die Behandlungsdaten dieser Zentren kontinuierlich aus – zur Qualitätssicherung, für die Forschung und für eine verlässliche Information von Paaren und Öffentlichkeit. Der Datenbestand umfasst inzwischen knapp 2,8 Millionen Behandlungen.
Woher stammen die Zahlen in dieser Sonderausgabe?
Aus den Behandlungsdaten der Mitgliedszentren. Für dieses Jahrbuch haben 138 von 141 Zentren ihre Daten zum Stichtag 28.04.2026 geliefert. 2025 wurden 139.907 Behandlungszyklen bei 71.629 Frauen dokumentiert. Die Zahlen bilden damit die Versorgung in Deutschland nahezu vollständig ab.
Warum beziehen sich manche Zahlen auf 2025, andere auf 2024?
Ob eine Behandlung zu einer Geburt geführt hat, steht erst rund neun Monate später fest. Deshalb zeigt das Jahrbuch die Zyklusausgänge (z. B. Schwangerschaftsraten) des Jahres 2025 und die Schwangerschaftsausgänge (Geburten, Fehlgeburten) der Behandlungen aus 2024.
Was ist der Unterschied zwischen Schwangerschaftsrate und Geburtenrate?
Die Schwangerschaftsrate zählt klinische Schwangerschaften, also im Ultraschall bestätigte Schwangerschaften. Nicht jede davon führt zu einer Geburt, etwa wegen einer Fehlgeburt. Die Geburtenrate ist deshalb niedriger, aber für Paare die aussagekräftigere Zahl: 2024 lag sie im Frischzyklus bei 22,3 % pro Embryotransfer.
Chancen
Wie hoch sind die Chancen pro Embryotransfer?
Im Durchschnitt lag die Schwangerschaftsrate pro Embryotransfer 2025 im Frischzyklus bei 30,2 % und im Kryozyklus bei 31,5 %. Die Geburtenrate pro Transfer betrug 2024 im Frischzyklus 22,3 % und im Kryozyklus 22,7 %. Diese Durchschnittswerte hängen stark vom Alter der Frau ab.
Wie stark beeinflusst das Alter die Chancen?
Sehr stark. Frauen zwischen 30 und 34 Jahren haben pro Embryotransfer eine Schwangerschaftschance von 39,0 % und eine Geburtenrate von 31,1 % (Frisch- und Auftauzyklen). Bei Frauen zwischen 41 und 44 Jahren sinken diese Werte auf 16,9 % und 8,9 %. Ab 40 hat jedes Lebensjahr großen Einfluss; auch das Risiko einer Fehlgeburt steigt deutlich. Werte für jedes Altersjahr
Wie viele Versuche braucht es bis zur Schwangerschaft?
Das ist individuell sehr verschieden. Die Registerdaten zeigen aber: Nach zwei Embryotransfers sind 53,7 % der Patientinnen schwanger, nach drei Transfers 64,9 % und nach vier Transfers 70,8 %. Ein negativer Test nach dem ersten Transfer ist also kein Grund aufzugeben. Kumulative Schwangerschaftsraten
Was sagt mein AMH-Wert über meine Chancen?
Der AMH-Wert zeigt die Eizellreserve. Je höher er ist, desto besser sind im Durchschnitt die Chancen; aber auch bei sehr niedrigem Wert (unter 0,25 ng/ml) wird noch etwa jede fünfte Frau nach einem Embryotransfer schwanger. Ein niedriger Wert bedeutet vor allem weniger Eizellen und häufiger keinen Transfer. Das Alter spielt mindestens eine ebenso große Rolle. Sonderthema AMH
Kann ich meine persönlichen Chancen selbst einschätzen?
Ja, mit dem ReproCheck des D·I·R®. Der kostenlose Online-Rechner schätzt auf Basis von über 600.000 Behandlungen aus den Jahren 2020 bis 2024 Ihre Chancen auf Schwangerschaft und Geburt – anhand von Alter, Vorgeschichte und Behandlungsart. Die Abfragen werden nicht gespeichert. Der ReproCheck ersetzt keine ärztliche Beratung, hilft aber, das Gespräch im Kinderwunschzentrum vorzubereiten. Mehr zum ReproCheck
Behandlung
Sollten ein oder zwei Embryonen eingesetzt werden?
Eine große Registerstudie mit über 22.000 Frauen zeigt: Werden zwei Embryonen gleichzeitig übertragen, entsteht nach dem ersten Transfer etwas häufiger eine Schwangerschaft. Wird zunächst nur ein Embryo eingesetzt und der zweite eingefroren, kommen über beide Transfers sogar etwas mehr Kinder zur Welt (45,6 % gegenüber 38,4 %) – bei weit weniger Mehrlingen (1,7 % gegenüber 30,3 %) und deutlich weniger Frühgeburten. Mehr zur Studie
Warum sind Zwillinge ein Risiko?
Mehrlingsschwangerschaften gehen mit deutlich höheren Risiken einher. 2024 kamen 87,8 % der Zwillinge und alle Drillinge zu früh zur Welt (vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche), bei Einlingen waren es 17,0 %. Frühgeborene Kinder haben häufiger ein geringes Geburtsgewicht und brauchen öfter intensivmedizinische Betreuung; für die Mutter steigt das Risiko etwa für Bluthochdruck oder Präeklampsie.
Lohnt es sich, Embryonen oder Eizellen einzufrieren?
Ja. Die Erfolgsraten im Kryozyklus sind inzwischen mindestens so hoch wie im Frischzyklus. Nach nur einer Eizellgewinnung kann sich mehr als die Hälfte der Paare nach einem Frisch- und zwei Kryotransfers über ein Kind freuen. Für die Chancen zählt vor allem das Alter, in dem die Eizellen gewonnen wurden – lange Lagerung schadet nicht. Sonderthema Jung einfrieren
Übernimmt die Krankenkasse die Kryokonservierung?
Die Kryokonservierung und der anschließende Transfer gehören in Deutschland nach wie vor nicht zu den von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlten Regelleistungen. Was in Ihrem Fall übernommen wird, klären Sie am besten mit Ihrem Kinderwunschzentrum und Ihrer Krankenkasse.
Was ist von Social Freezing zu halten?
Beim Social Freezing werden unbefruchtete Eizellen vorsorglich eingefroren. Die Erfolgsraten sind derzeit noch niedriger als mit eingefrorenen Embryonen. Ab 40 zeigt sich trotzdem ein Vorteil: 21 % Geburten pro Transfer mit Eizellen aus dem Alter von 30 bis 34 Jahren gegenüber 9 % im Frischzyklus. Diese Zahlen beruhen allerdings auf nur wenigen Hundert Behandlungen.
Wie sicher ist eine Kinderwunschbehandlung?
Die Verfahren gelten als sicher. Das Risiko einer Überstimulation als Folge der Hormontherapie lag zuletzt bei 0,3 %, Komplikationen der Eizellentnahme wie Blutungen bei 0,6 %. Das größere Risiko sind Mehrlingsschwangerschaften – deshalb setzen die Zentren zunehmend nur einen Embryo ein.
Kinderwunschzentrum
Wie finde ich ein Kinderwunschzentrum?
Auf deutsches-ivf-register.de finden Sie alle Mitgliedszentren als Liste zum Download oder über die Suche – nahezu alle Kinderwunschzentren in Deutschland sind Mitglied. Karte der Mitgliedszentren
Woran erkenne ich ein Mitgliedszentrum des D·I·R®?
Mitgliedszentren verfügen über ein aktuelles D·I·R® Zertifikat und das D·I·R® Signet 2026/2027. Sie nehmen an der Qualitätssicherung teil und sind Partner der Forschung des Deutschen IVF-Registers. Das D·I·R® empfiehlt, ein Zentrum zu wählen, das Mitglied ist und diese Jahrbücher möglich macht.
Wann sollten wir uns beraten lassen?
Möglichst früh, denn die Erfolgschancen sind altersabhängig. Gerade ab 35 Jahren – in dieser Gruppe befinden sich die meisten Patientinnen – sollte eine Behandlung zeitnah erfolgen. Lassen Sie sich in einem Kinderwunschzentrum beraten und entscheiden Sie dann gemeinsam.
Die Antworten geben Durchschnittswerte aus dem Deutschen IVF-Register wieder und ersetzen keine persönliche Beratung im Kinderwunschzentrum.
Glossar
Fachbegriffe von A bis Z
Kein passender Begriff gefunden.
- Abort
- Fehlgeburt: vorzeitiges Ende einer Schwangerschaft, bevor das Kind lebensfähig ist. Die Abortrate wird pro klinischer Schwangerschaft angegeben und steigt mit dem Alter deutlich an.
- AMH (Anti-Müller-Hormon)
- Hormon, das im Blut gemessen wird und Auskunft über die Eizellreserve gibt. Es hilft, die Erfolgsaussichten einzuschätzen und die Hormonstimulation zu planen. Angabe meist in ng/ml.
- Auftauzyklus
- Siehe Kryozyklus.
- Blastozyste
- Embryo im Entwicklungsstadium etwa am fünften bis sechsten Tag nach der Befruchtung. Blastozysten werden häufig für den Transfer oder das Einfrieren ausgewählt.
- Blastozystenkultur
- Verlängerte Kultivierung der Embryonen im Labor bis zum Blastozystenstadium. Sie erleichtert die Auswahl eines entwicklungsfähigen Embryos und damit den Transfer nur eines Embryos.
- DET (Double Embryo Transfer)
- Gleichzeitiger Transfer von zwei Embryonen in die Gebärmutter. Erhöht die Chance auf Mehrlinge deutlich.
- D·I·R®
- Deutsches IVF-Register e.V.: gemeinnütziger Verein, der die Behandlungsdaten nahezu aller deutschen Kinderwunschzentren auswertet und jährlich im Jahrbuch veröffentlicht.
- Eizellentnahme (Punktion)
- Gewinnung der Eizellen aus den Eierstöcken nach der Hormonstimulation, meist ultraschallgesteuert durch die Scheide.
- Eizellreserve
- Anzahl der in den Eierstöcken noch vorhandenen Eizellen. Sie nimmt mit dem Alter ab und lässt sich über den AMH-Wert abschätzen.
- Embryotransfer (ET)
- Übertragung eines oder mehrerer Embryonen in die Gebärmutter. Viele Raten im Jahrbuch werden „pro Embryotransfer“ angegeben.
- Extrauteringravidität (EUG)
- Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter, meist im Eileiter. Sie kann nicht ausgetragen werden.
- Fertilisation
- Befruchtung der Eizelle durch eine Samenzelle – bei IVF in der Kulturschale, bei ICSI durch Injektion einer Samenzelle in die Eizelle.
- Frischzyklus
- Behandlungszyklus, in dem Eizellen gewonnen, befruchtet und die entstandenen Embryonen im selben Zyklus übertragen werden.
- Frühgeburt
- Geburt vor Ende der 37. Schwangerschaftswoche. Bei Mehrlingen deutlich häufiger als bei Einlingen.
- Geburtenrate
- Anteil der Behandlungen bzw. Embryotransfers, die zur Geburt mindestens eines Kindes führen. Für Paare die aussagekräftigste Kennzahl.
- Hormonstimulation
- Medikamentöse Anregung der Eierstöcke, damit in einem Zyklus mehrere Eizellen heranreifen.
- ICSI
- Intrazytoplasmatische Spermieninjektion: Eine einzelne Samenzelle wird mit einer feinen Nadel direkt in die Eizelle eingebracht. Wird vor allem bei eingeschränkter Samenqualität eingesetzt.
- IVF (In-vitro-Fertilisation)
- Befruchtung „im Glas“: Eizellen und Samenzellen werden im Labor zusammengebracht, die Befruchtung erfolgt selbstständig.
- IVF/ICSI
- Kombination beider Verfahren im selben Behandlungszyklus: Ein Teil der Eizellen wird per IVF, ein anderer per ICSI befruchtet.
- Klinische Schwangerschaft
- Im Ultraschall bestätigte Schwangerschaft. Grundlage der Schwangerschaftsraten im Jahrbuch.
- Konfidenzintervall (95 %)
- Bereich, in dem der wahre Wert einer Rate mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit liegt. Je weniger Behandlungen einer Rate zugrunde liegen, desto breiter ist das Intervall.
- Kryokonservierung
- Einfrieren von Eizellen, befruchteten Eizellen oder Embryonen in flüssigem Stickstoff, um sie später zu verwenden.
- Kryozyklus (Auftauzyklus)
- Behandlungszyklus, in dem zuvor eingefrorene Eizellen oder Embryonen aufgetaut und übertragen werden – ohne erneute Stimulation und Eizellentnahme.
- Kumulative Schwangerschaftsrate
- Anteil der Patientinnen, die nach mehreren Transfers insgesamt schwanger geworden sind – unabhängig davon, ob frisch oder nach Auftauen übertragen wurde.
- Mehrlingsrate
- Anteil der Geburten mit Zwillingen, Drillingen oder mehr Kindern an allen Geburten.
- Präeklampsie
- Schwangerschaftserkrankung mit Bluthochdruck und Beteiligung weiterer Organe; tritt bei Mehrlingsschwangerschaften häufiger auf.
- Prospektive Daten
- Daten, die bereits während der laufenden Behandlung erfasst werden, bevor das Ergebnis feststeht. Sie gelten als besonders verlässlich.
- Prozentpunkt
- Differenz zwischen zwei Prozentwerten. Sinkt eine Rate von 22,0 % auf 6,7 %, ist das ein Rückgang um 15,3 Prozentpunkte.
- ReproCheck
- Kostenloser Online-Rechner des D·I·R®, mit dem Paare ihre Chancen auf Schwangerschaft und Geburt auf Basis von Registerdaten selbst einschätzen können.
- Retrospektive Daten
- Daten, die erst nach Abschluss der Behandlung erfasst werden.
- SET (Single Embryo Transfer)
- Transfer nur eines Embryos. Bei „SET + SET“ wird ein zweiter, eingefrorener Embryo später übertragen, falls keine Geburt erfolgt ist. Senkt das Mehrlingsrisiko erheblich.
- Social Freezing
- Vorsorgliches Einfrieren unbefruchteter Eizellen ohne aktuellen medizinischen Anlass, um sie später nutzen zu können.
- SSW (Schwangerschaftswoche)
- Zählweise der Schwangerschaftsdauer, gerechnet ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung.
- Überstimulation (OHSS)
- Überreaktion der Eierstöcke auf die Hormonstimulation. Zuletzt bei 0,3 % der Behandlungen.
- Vitrifikation
- Ultraschnelles Einfrierverfahren, das die Bildung von Eiskristallen verhindert. Hat die Ergebnisse nach dem Auftauen deutlich verbessert.
- Zyklus (Behandlungszyklus)
- Eine Behandlung von Beginn (Stimulation bzw. Auftauen) bis zum Ergebnis. Das Jahrbuch zählt Zyklen und behandelte Frauen getrennt.
Erfolg ist für uns die Entstehung einer Einlingsschwangerschaft mit gesunder Mutter und gesundem Kind.
